Musikverein Kleinzell

Chronik

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Chronik der Musikkapelle Kleinzell

(zusammengestellt von Gottfried Gruber bis Ende 1994, dann von Karl Plöderl bis Ende 2013)

 Die Körperschaft "Musikkapelle Kleinzell i.M." wird in den Matriken des Bezirkes Rohrbach, die seit 1768 geführt werden, erstmals mit der Gründung um 1820 erwähnt.

Die frühe Gründung der Musikkapelle dürfte auf die Selbständigkeit der Pfarre seit dem Jahre 1688 und der damit verbundenen Notwendigkeit einer Kirchenmusik zurückzuführen sein. Es ist die Musikkapelle zur Zeit der Gründung hauptsächlich bei kirchlichen Anlässen aufgetreten. Erst im Laufe der Zeit wurden die Musiker auch vermehrt zu weltlichen Anlässen herangezogen.

Als Pioniere des Aufbaues der Kleinzeller Musikkapelle sind die Brüder Georg, Josef und Franz Höglinger, die ungefähr seit dem Jahre 1880 in der Musikkapelle mitwirkten, zu erwähnen. Georg war erster Violinist, Franz und Josef Hornisten.

Georg Höglinger, geb. 1862 war in den Jahren von 1874 bis 1884 als Militärmusiker bei der Kaisermusik in Wien tätig. Aufgrund der dort erworbenen Kenntnisse wurde er im Jahre 1889 mit der Funktion des Kapellmeisters, die er genau 60 Jahre bis zu seinem Tode im Jahre 1948 ausübte, betraut. Er war darüber hinaus Kaufmann, Bürgermeister und Gemeindesekretär. Er wurde für seine kulturelle und politische Tätigkeit zum Ehrenbürger der Gemeinde ernannt und mit der Silbernen Verdienstmedaille der Republik ausgezeichnet.

Seiner Initiative ist auch die Wiedergeburt der Musikkapelle nach dem 2.Weltkrieg zu verdanken. Mit großen Engagement und Idealismus wurden die Musiker wieder zusammengerufen und die noch aufgefundenen Instrumente wieder reaktiviert. Viele Instrumente mussten aber auch durch Eigenmitteln angekauft werden.

Franz Höglinger, geb. 1859 wirkte ebenfalls bei Regimentskapellen mit und war als Musiker bei der Hochzeitsfeier des Kronprinzen Rudolf dabei.

Im Jahre 1931 wurden die Gebrüder Höglinger im Rahmen einer Musikerehrung  für 50-jährige Musikertätigkeit ausgezeichnet.

Im Jahre 1946 wurde mit dem Beitritt zum OÖ. Blasmusikverband ein offizieller Verein gegründet, zu dessen Obmann der Sohn von Georg Höglinger, Eduard Höglinger damals 48 Jahre alt - Kaufmann und Schneider - gewählt wurde. Vater und Sohn haben sich sehr um den Aufbau des neugegründeten Vereines bemüht.

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Kapellmeister der Musikkapelle Kleinzell

Kapellmeister der Musikkapelle Kleinzell

Kapellmeister der Musikkapelle Kleinzell i.M.

Wer bis zum Jahre 1889 Kapellmeister der Musikkapelle Kleinzell i.M. war, ist leider nicht mehr eruierbar.

Georg Höglinger                      1889 bis 20.01.1949
Pepi Nömayr                            1949

Franz Gütlbauer sen.              1949 bis 1954
Dir. Erwin Hofer                      1954 bis 1966
Franz Gütlbauer                      1966 bis 01.04.1999
Alois Luger                               1.04.1999 bis 31.12.2002
Stefan Pfaller                           01.01.2003 bis 01.03.2009
Ewald Ramerstofer                01.03.2009 bis 09.09.2012
Dir. Wolfgang Panholzer       13.12.2012 bis heute

Georg Höglinger
Er wurde im Jahre 1889 mit der Kapellmeisterstelle  betraut und übte diese Funktion 60 Jahre bis zum Jahre 1948 aus. Georg Höglinger war Kaufmann in Kleinzell i.M. 21 und darüber hinaus Gemeindesekretär seit 1892 und Bürgermeister von 1912 bis 1919. Von seiner Jugend ist bekannt, dass er bereits 1879, im Alter von 17 Jahren Mitglied der Musikkapelle und seit 1884 Mitglied des Kirchenchores war. Die Ausbildung zu diesen musikalischen Aktivitäten dürfte er vom Schulmeister Alois Wiesmüller genossen haben. Besondere Verdienste hat sich Georg Höglinger beim Wiederaufbau der Musikkapelle nach dem 2.Weltkrieg erworben, der schließlich auf seine Initiative zurückzuführen war. Er spielte in der Musikkapelle ein Tenorhorn und beherrschte darüber hinaus auch noch die Violine.

Verstorben ist Georg Höglinger am 20.1.1949.

Pepi Nömayr
Nach dem Ableben von Kapellmeister Georg Höglinger (1949) wurde die Kapelle von Pepi Nömayr, der als Klarinettist und Violinspieler in der Kapelle mitwirkte und von Beruf in Linz als Bäcker tätig war, provisorisch weitergeführt.
Er spielte auch bei der Kolpingmusik in Linz mit.

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Obmänner der Musikkapelle Kleinzell

Obmänner der Musikkapelle Kleinzell

Obmänner des Musikvereines Kleinzell i.M. seit der Vereinsgründung 1946

Eduard Höglinger                    1946 bis 22.01.1961
Josef Heinzl                             22.01.1961 bis 13.12.1981
Gottfried Gruber                     13.12.1981 bis 06.03.2003
Karl Plöderl                             06.03.2003 bis heute

Eduard Höglinger
Er war der erste Obmann seit der offiziellen Vereinsgründung im Jahre 1946 und übte diese Funktion bis zum Jahre 1961 aus. Eduard Höglinger war Kaufmann und Schneidermeister in Kleinzell i.M. Nr. 21. Bereits in der Schulzeit erlernte er bei seinem Vater (Georg Höglinger) die Instrumente Klarinette und Violine. Nach der Schulentlassung wirkte er bei den Musikkapellen Altenfelden, Neufelden und Kleinzell als Klarinettist und als Violinist im Neufeldener-Streichorchester.

Eine schwere Gesichtverletzung im 1. Weltkrieg hätte ihm das Musizieren beinahe unmöglich gemacht, doch Eifer und Idealismus zur Musik waren stärker. Mit großem Engagement setzte er sich für die Kirchen- und Blasmusik in Kleinzell ein und hat sich um die Aufgaben des neugegründeten Musikvereines besonders verdient gemacht.

In diese Zeit fiel auch die Neueinkleidung des Musikvereines von der Feuerwehruniform in die graue Uniform mit "Zweireiher-Blusen", die von ihm und seinem Nachfolger Obmann Sepp Heinzl angefertigt wurde.

Er wurde für seine 15-jährige Tätigkeit als Obmann und 42-jährige Musikertätigkeit am 21.1.1961 zum Ehrenobmann ernannt. Er war darüber hinaus auch 40 Jahre Mitglied des Kirchenchores und Schriftführer der Feuerwehr.

Eduard Höglinger ist am 9. Oktober 1966 im 68. Lebensjahr verstorben.'

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Stabführer der Musikkapelle Kleinzell

Stabführer der Musikkapelle Kleinzell

Stabführer der Musikkapelle Kleinzell i.M.

Franz Leitner                           bis 1937
Franz Gütlbauer                      1949 bis 1954
Dir. Erwin Hofer                      1954 bis 1959
Franz Resch                             1959 bis 1961
Andreas Kraml                        1962 bis 1973
Johann Pühringer                    1973 bis 2002
Thomas Pichler                       2002 bis 2004
Alois Sachsenhofer                  2005 bis 2011
Karl Plöderl                             2012 bis heute

 

Franz Leitner
Franz Leitner "Mitterbauer" in Weigelsdorf 1 ist der erste Stabführer von dem noch Aufzeichnungen vorhanden sind. Ab welchem Zeitpunkt er die Stabführung übernommen hat, lässt sich nicht mehr genau eruieren. Ausgeübt dürfte er diese Funktion ungefähr bis zum Jahre 1937 haben.

Auf seine Initiative geht der "Brauch" zurück, dass die Musiker der Musikkapelle am Fronleichnamstag beim Weckruf in Weigelsdorf zur Jause eingeladen werden.

Er ist am 20. Oktober 1938 64-jährig verstorben.

Franz Gütlbauer
Nach dem Wiederaufbau der Musikkapelle in den Nachkriegsjahren hatte Kapellmeister Gütlbauer von 1949 bis zum Frühjahr 1954 die Stabführerstelle inne.

Erwin Hofer
Mit der Übernahme der Kapellmeisterstelle durch Erwin Hofer im Jahre 1954 hat er auch die Stabführung übernommen.

Franz Resch
Franz Resch hatte diese Funktion von Erwin Hofer übernommen und bis zum Jahre 1961 ausgeführt.

Im Anschluss hat dann wieder, nachdem Not am Mann war Erwin Hofer den Stab geführt.

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Musikproberäume und Vereinsfahne

Musikproberäume und Vereinsfahne

Musikproberäume

Die Musikkapelle hat bis zum 2. Okt. 1970 ihre Proben immer in Gasthäusern abgehalten. Zuerst im Gasthaus Breitenfellner "Ederwirt" und anschließend im Gasthaus Hofer. Mit der Steigerung des Niveaus der Musikkapelle wurde aber der Wunsch nach einem eigenen Probelokal immer lauter, weil die Proben durch den Gasthausbetrieb doch immer gestört wurden. Am 2. Oktober 1970 hat die Musikkapelle schließlich in einer leerstehenden Klasse im Volksschulanbau ein neues Probelokal gefunden.

Mit der Einrichtung eines Kindergartens im Jahre 1980 musste der Probraum in eine andere leerstehende Klasse und mit der Erweiterung des Kindergartens im Jahre 1993 in den ehemaligen Speisesaal der Volksschule verlegt werden. Aber auch dieser Raum ist für die Musikkapelle, die inzwischen schon auf fast 50 Musiker angewachsen ist nicht mehr ausreichend. Es gab daher auch schon konkrete Überlegungen im Dachraum der Volksschule ein neues zeitgemäßes Probelokal einzurichten.

Im Jahr 1996 wurden diese Pläne konkret und am 10.Mai 1997 wurde mit den Umbauarbeiten des Dachbodens der Volksschule Kleinzell in ein neues Probelokal begonnen.

Am 05.Februar 1998 wurde die 1.Gesamtprobe im neuen Probelokal abgehalten. Die Eröffnung des ersten eigenen Probelokal mit Proberaum, Büro- und Notenarchiv, Aufenthaltraum, WC´s und Garderobe wurde am 15.März 1998 offiziell eingeweiht und eröffnet.

Vereinsfahne

Am 17. September 1967 erhielt neben der Feuerwehr auch der Musikverein eine Vereinsfahne. Gespendet wurde die Fahne von Frau Theresia Kastner, Besitzerin des "Kastner-Steibruches" in Kleinzell i.M. Die Fahnenweihe fand im Rahmen eines großen Festaktes mit zahlreichen Ehrengästen statt. Diese Fahne wird bei gebührenden Anlässen mitgetragen.

 

 

 

Uniformen und Trachten

Uniformen und Trachten

Uniformen und Trachten

Ein hochgeschlossener Uniformrock mit langer Hose und Tellerkappe, dürfte die erste einheitliche Kleidung der Musikkapelle gewesen sein, die auch bis ungefähr zum Jahre 1950 getragen wurde.

In der Zeit um 1950 bis 1957 war die Musikkapelle in einer Feuerwehruniform eingekleidet.

Diese wurde im Jahre 1957 von einer neuen Uniform mit Zweireiherjacke, Tellerkappe und langer Hose abgelöst. Diese Uniform wurde von den Musikern und Schneidermeistern Eduard Höglinger und Josef Heinzl, beide Obmänner des Vereines, angefertigt.

Diese Uniform wurde im Jahre 1971 von einer neuen Uniform mit dunkelblauen Blusen, grauer Hose und dunkelblauer Tellerkappe abgelöst. Diese Uniform wurde von der Schneiderei Simader aus Ottensheim angefertigt.

Die erste Ausrückung mit dieser Uniform war am 16.5.1971 bei einem vom Rundfunk aufgezeichneten Bunten Nachmittag im Haus der Begegnung beim Altersheim Gneisenau.

Bereits 1979 wurde wieder eine neue Einheitskleidung und erstmals eine bodenständige Tracht nach den Entwürfen von Prof. Lipp angeschafft. Am 1. Juli stellte sich die Musikkapelle in dieser Tracht mit schwarzem Hut, dunkelgrüner Jacke, ockergelber Weste, schwarzer Kniebundhose, grauen Stutzen und schwarzen Trachtenschuhen vor. Für die kalte Jahreszeit steht auch eine lange schwarze Hose zur Verfügung. Angefertigt wurde diese Tracht von der Schneiderei Gahleitner in Neufelden. Im Jahr 1995 wurde die Kniebundhose zur Gänze durch eine lange schwarze Hose und die Trachtenschuhe durch normale schwarze Halbschuhe ersetzt.

Nachdem die erste Tracht bereits in die Jahre gekommen ist, wurde 2006 ein Projekt neue Tracht gestartet. Beim Frühjahrskonzert, am 26.April 2008 wurde die neue Tracht mit langer hellgrüner Jacke,  orangefarbener Weste, schwarzem Hut, Seidenkrawatte und schwarzer Hose präsentiert.

 

            Die Tracht wurde von der Schneiderei Koller aus Ried, die Hüte von der Fa. Bittner, Bad Ischl und die Schuhe beim Schuster Neundlinger, St. Veit angeschafft. Damit die Tracht wieder viele Jahre schön bleibt wurden auch noch neue Regenmäntel angeschafft. Die Gesamtkosten der neuen Tracht lagen bei ~ 55.000,- Euro.

Uminstrumentierung

Uminstrumentierung

Uminstrumentierung

Die Um- bzw. Neuinstrumentierung wurde erforderlich, weil die bereits die meisten Kapellen im Bezirk auf die modernere tiefe Stimmung umgestimmt haben. Kleinzell i.M. war noch unter den letzten sieben Kapellen im Bezirk, die noch "hoch" instrumentiert waren.

Die ersten Gespräche wegen der Umstimmung fanden im Sommer 1963 statt und wurde der Beschluss des Vereinsvorstandes zur Umstimmung im Frühjahr 1964 gefasst.

Der Kauf der neuen Instrumente musste aber vorerst wegen der Anschaffung einer neuen Kirchenglocke zurückgestellt werden. Im Jahre 1965 war es schließlich soweit. Der mit einem Kostenrahmen von S 100.000,- veranschlagte Instrumentenkauf wurde durchgeführt. Die Finanzierung erfolgte durch Beiträge, Spenden und durch eine Haussammlung. Gespendet haben ua. die Granitwerke Poschacher und Kastner, die Feuerwehr und auch die Gemeinde hat einen beachtlichen Beitrag geleistet. Auch die Haussammlung, die von Musikergruppen  durchgeführt wurde, brachte unerwartete Summen herein. Die neuen Instrumente wurden im Musikhaus Forster in Linz angekauft und in der Probe am 11.3.1965 angeblasen. Die erste Ausrückung mit den neuen Instrumenten war am 19.4.1965 bei einem  Treffen der Studentenvereinigung "CV" in Kleinzell i.M.

Konzertreisen

Konzertreisen

Konzertreisen der Musikkapelle Kleinzell

Konzertreisen
Neben den üblichen Ausflügen der Musiker, hat die Musikkapelle eine Reihe von Konzertreisen ins In- und Ausland unternommen. Anbei ein Auszug davon:

München war zweimal Ziel von Auftritten, und zwar am 7. Juli 1979 wurde am Marienplatz konzertiert. Am 18. u.19.Sept. 1982 hat die Musikkapelle gemeinsam mit der Goldhaubengruppe am Einzug zum Oktoberfest teilgenommen.

Am 6.7.1979 war die Musikkapelle in der Stadt Mainburg (BRD) und hat dort das traditionelle Hopfenfest eröffnet.

Im Rahmen einer Reise am 7.3.1975 nach Wien hat die Musikkapelle die Gemeindevertretung beim Werben um eine Postautolinie nach Kleinzell i.M. unterstützt und hat am darauffolgenden Tag im Restaurant der Brauerei Schwechat konzertiert.

In der Zeit vom 8.-12.8.1980 hat die Musikkapelle mit anderen Musikkapellen aus dem Bezirk an den internationalen Musiktagen in Rastede (BRD) mit großem Erfolg teilgenommen.

Am 29. und 30.9.1984 folgte eine Teilnahme beim Weinlesefest in Leutschach in der Südsteiermark.

 Zweimal war die Musikkapelle innerhalb von 5 Jahren zu festlichen Anlässen in Schoonebeek in Holland. Die Bande zu Schoonebeek und zur dortigen Musikvereinigung "De-Bazuin" wurden im Zusammenhang mit dem Bezirksmusikfest 1985 in Kleinzell geknüpft. Dieser Spielmannszug hat auf Einladung der Musikkapelle ein Rahmenprogramm gestaltet. In der Zeit vom 9.-13.7.1987 hat die Musikkapelle am 50-jährigen Bestandsjubiläum dieser Musikvereinigung teilgenommen und von 27.-31.8.1992 waren die Musiker zu Gast bei einem großen Stadtfest in Schoonebeek. Viele Kleinzeller-Musiker verbindet über Jahre eine persönliche Freundschaft zu Musikern aus Schoonebeek.

 Von 04.Juli bis 09.Juli 1996 war die Musikkappelle zum 2.Mal bei den internationalen Musiktagen in Rastede (BRD).

In der Zeit vom 17.-19.Juli 1998 war die Musikkapelle auf Konzertreise in Ungarn. Es wurden ein Standkonzert auf der Fischerbastei in Budapest und ein Gemeinschaftskonzert mit dem Ungardeutschen Blasmusikverein Tát dargeboten.

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